XDMF (eXtensible Data Model and Format) ist ein Standard zur Beschreibung und Organisation von wissenschaftlichen und technischen Daten, insbesondere für große, komplexe und mehrdimensionale Datensätze. Im Gegensatz zu vielen Dateiformaten, die die eigentlichen Daten speichern, enthalten XDMF-Dateien primär Metadaten in einer XML-basierten Struktur. Diese Metadaten beschreiben die Struktur, Topologie, Geometrie, Attribute und Zeitreiheninformationen der Daten, während sie gleichzeitig darauf verweisen, wo die tatsächlichen numerischen Daten gespeichert sind (z. B. in HDF5-, NetCDF- oder rohen Binärdateien). Diese Trennung ermöglicht ein äußerst flexibles Datenmanagement, wodurch Daten effizient in verschiedenen zugrunde liegenden Formaten gespeichert werden können, während XDMF eine einheitliche, menschenlesbare Beschreibung für deren Interpretation bereitstellt. Das Format ist im Bereich des High-Performance Computing (HPC) und bei wissenschaftlichen Visualisierungsanwendungen weit verbreitet und erleichtert die Interoperabilität zwischen verschiedenen Simulationscodes und Post-Processing-Werkzeugen. XDMF ermöglicht es verschiedenen Software-Tools, dieselben zugrunde liegenden Daten zu interpretieren und zu visualisieren, ohne die spezifischen Details des Speicherformats kennen zu müssen. Dies macht es entscheidend für den Datenaustausch und die Analyse in Bereichen wie der numerischen Strömungsmechanik (CFD), der Finite-Elemente-Analyse (FEA) und anderen simulationsgestützten Wissenschaften, in denen Datenmengen immens sind und eine anspruchsvolle Handhabung erfordern.