Das MP2-Dateiformat, offiziell bekannt als MPEG-1 Audio Layer II, ist ein verlustbehaftetes Audiokompressionsformat (lossy audio compression format), das vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) und der British Broadcasting Corporation (BBC) entwickelt wurde. Es handelt sich um einen älteren Standard im Vergleich zum weiter verbreiteten MP3 (MPEG-1 Audio Layer III), obwohl es dieselbe zugrunde liegende MPEG-1-Standardstruktur teilt. MP2 bietet bei gleicher Bitrate eine bessere Audioqualität als MP3, insbesondere bei niedrigeren Bitraten. Dies machte es zur bevorzugten Wahl für professionelle Rundfunkanwendungen (broadcasting applications), wie die Standards für digitales Radio (DAB) und digitales Fernsehen (DVB). Es unterstützt verschiedene Bitraten, die typischerweise von 32 kbps bis zu 320 kbps reichen, und kann Stereo- oder Mono-Audio verarbeiten. Während MP3 aufgrund seiner überlegenen Kompressionseffizienz bei ähnlicher wahrgenommener Qualität im digitalen Musikvertrieb für Konsumenten dominant wurde, bleibt MP2 in spezifischen Rundfunkumgebungen relevant, wo seine Robustheit und die Einhaltung etablierter Standards geschätzt werden. Die üblicherweise mit diesem Format assoziierte Dateiendung ist .mp2.