Das Protocolbuffer Binary Format (PBF) ist ein binäres Serialisierungsformat, das ursprünglich von Google entwickelt wurde. Es wurde konzipiert, um eine kompakte, effiziente und erweiterbare Methode zur Serialisierung strukturierter Daten darzustellen. PBF wird häufig zur Speicherung und Übertragung von Daten in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt, einschließlich der allgemeinen Datenspeicherung, der Interprozesskommunikation (IPC) und bei Netzwerkprotokollen. Es eignet sich besonders gut für Szenarien, in denen die Optimierung der Datengröße und die Verarbeitungsleistung (Performance) von entscheidender Bedeutung sind. Ein wesentliches Merkmal ist, dass das Format sprachneutral (language-neutral) und plattformneutral (platform-neutral) ist. Dies gewährleistet, dass in PBF serialisierte Daten problemlos von Anwendungen gelesen und geschrieben werden können, die in unterschiedlichen Programmiersprachen verfasst wurden und auf verschiedenen Betriebssystemen laufen. PBF-Dateien dienen typischerweise zur Speicherung großer Datensätze, wie z. B. umfangreiche geografische Informationen (etwa OpenStreetMap-Daten), Konfigurationsdateien oder andere komplexe, strukturierte Informationen. Aufgrund seiner binären Struktur ist es im Vergleich zu textbasierten Formaten wie JSON oder XML deutlich effizienter, insbesondere bei der Handhabung sehr großer Datenmengen.