Eine Shared Object Datei, typischerweise mit der Erweiterung .so, ist eine dynamisch verknüpfte Bibliothek, die in Linux und anderen Unix-ähnlichen Betriebssystemen verwendet wird. Im Gegensatz zu statischen Bibliotheken, die zur Kompilierzeit in ein Programm eingebunden werden, werden Shared Objects zur Laufzeit in den Speicher geladen, wenn das Programm ausgeführt wird. Dies ermöglicht es mehreren Programmen, denselben Bibliotheks-Code gemeinsam zu nutzen, wodurch die Gesamtgröße von ausführbaren Dateien reduziert und Systemressourcen geschont werden. Shared Objects sind essenziell für die modulare Softwareentwicklung, da sie es Entwicklern ermöglichen, wiederverwendbare Komponenten zu erstellen, die unabhängig von den Anwendungen, die sie nutzen, einfach aktualisiert und gewartet werden können. Sie sind ein fundamentaler Bestandteil des Linux-Systems und stellen einen Mechanismus für Code-Wiederverwendung und effiziente Speicherverwaltung bereit. Der Prozess der dynamischen Verknüpfung wird vom dynamischen Linker/Loader gehandhabt, welcher Abhängigkeiten auflöst und die notwendigen Shared Objects in den Adressraum des Programms lädt. Aktualisierungen von Shared Objects können bereitgestellt werden, ohne die abhängigen Anwendungen neu kompilieren zu müssen, solange die Application Binary Interface (ABI) kompatibel bleibt. Dies macht Shared Objects zu einer entscheidenden Komponente des Linux-Ökosystems und erleichtert Software-Updates und Wartung.