Eine .lib-Datei ist eine statische Bibliothek, eine Sammlung von vorkompilierten Routinen, Subroutinen, Funktionen oder Objekten, die in einem Programm verwendet werden können. Im Gegensatz zu dynamischen Bibliotheken (DLLs) werden statische Bibliotheken während des Kompilierungsprozesses direkt in die ausführbare Datei gelinkt. Das bedeutet, dass der Code aus der Bibliothek Teil der endgültigen ausführbaren Datei wird, wodurch diese zur Laufzeit in sich geschlossen und unabhängig von externen Bibliotheksabhängigkeiten ist. Statische Bibliotheken werden häufig verwendet, um wiederverwendbare Code-Module zu kapseln und bieten eine Möglichkeit, Code über mehrere Projekte hinweg zu organisieren und zu teilen. Sie verbessern die Wiederverwendbarkeit von Code und reduzieren die Code-Duplizierung. Wenn ein Programm eine statische Bibliothek verwendet, kopiert der Linker den notwendigen Code aus der Bibliothek in die ausführbare Datei des Programms. Dies führt zu einer größeren ausführbaren Dateigröße im Vergleich zur Verwendung dynamischer Bibliotheken, eliminiert jedoch die Notwendigkeit, separate Bibliotheksdateien zu verteilen und zu verwalten. Statische Bibliotheken sind besonders nützlich, wenn Sie sicherstellen möchten, dass Ihr Programm den gesamten notwendigen Code eingebettet hat, ohne sich auf externe Abhängigkeiten verlassen zu müssen, die auf verschiedenen Systemen fehlen oder inkompatibel sein könnten. Sie sind ein fundamentaler Bestandteil der Softwareentwicklung, insbesondere in Sprachen wie C und C++.